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Buchcover Im Netz des Indra

via Yggdrasil

Das Seminar für

Allgemeine Religionswissenschaft in Münster

gibt die Veröffentlichung des Buches

Im Netz des Indra

bekannt.

“Im Netz des Indra” ist das Ergebnis einer Exkursion des Seminars zum Museum of World Religions in Taipeh und enthält Artikel von Prof. Dr. Wilke, Esther Maria Guggenmos sowie beteiligten Studenten:

Neben anschaulichen Beschreibungen dieses außergewöhnlichen Museums und einem Interview mit dem buddhistischen Gründer enthält das Buch Beiträge zu aktuellen Forschungsdebatten. Die analytische Aufarbeitung des komplexen interreligiösen Netzwerk-Gedankens, der dem Museum zugrundeliegt, führt zu einer integrativen Dialogtheorie, die ein neues, genuin buddhistisches Konzept in die christlich dominierte Debatte einbringt. Erstmalig wird auch ein Forschungsüberblick über die noch junge akademische Disziplin der Religionsästhetik geboten, die die sinnlichen Seiten von Religion systematisch in den Blick nimmt. Anhand zentraler systematischer Fragestellungen dieser Disziplin wird eine detaillierte Analyse des Museums vorgenommen.

Das Museum of World Religions eignet sich hervorragend als Gegenstandsfeld religionsästhetischer Forschung.

Bibliographische Angaben

Annette Wilke, Esther-Maria Guggenmos Neuerscheinung
Im Netz des Indra
Das Museum of World Religions, sein buddhistisches Dialogkonzept und die neue Disziplin Religionsästhetik.
Bd. 7, 2008, 352 S., 24.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-9484-9
Reihe: Veröffentlichungen des Centrums für Religiöse Studien Münster
Erschienen im LIT Verlag (Verlag für Wissenschaftliche Literatur).

ReligioSplitter (5)

Patenschaft übernehmen für einen tibetisch-buddhistischen Thangka, für Zeremonialgegenstände, Figurinen oder Statuen verschiedener Religionen und damit den Erhalt und Restauration dieses Gegenstandes sichern?!

Diese Möglichkeit bietet die Religionskundliche Sammlung in Marburg, die im letzten Jahr ihr 80jähriges Bestehen feierte.
Buddhistisches Rollbild mit Schutzgottheit
Die Religionskundliche Sammlung in Marburg dokumentiert und veranschaulicht auf mehreren Stockwerken die Vielfalt der Religionen anhand von 6 500 Ritualgegenständen, Bildern, Ikonen, Hausaltären und zeigt durch Modelle und Nachbildungen die konkrete Religionspraxis.

Die Übernahme einer Patenschaft ermöglicht dringende Restaurationsarbeiten, wie Farbausbesserungen oder neue Rahmungen von Bildern mit einem säurefreien Passe partout und trägt so zum Erhalt dieser einzigartigen und traditionsreichen Sammlung bei.

“Für ihren Patenschaftsbeitrag erhalten sie ihre Patenschaftsurkunde und eine Spendenbescheinigung. Ihre Patenschaft wird am Ausstellungsobjekt selbst bzw. in unmittelbarer Nähe deutlich mit ihrem Namen kenntlich gemacht. Einmal im Jahr findet darüber hinaus für die Paten eine exklusive Führung durch die Religionskundliche Sammlung statt. Dabei haben sie die Gelegenheit “ihr persönliches Objekt” nach den von ihnen ermöglichten Erhaltungsmaßnahmen näher kennen zu lernen.”

Buddhistisches Rollbild mit Schutzgöttin
Beratung bei der Auswahl des Patenkindes geben die Leiterin der Religionskundlichen Sammlung, Frau Prof. Franke oder die Kustodin, Frau Dr. Triplett.

Die Fotos in diesem Beitrag zeigen eine kleine Auswahl der Objekte aus dem Tibetischen Buddhismus, die einen Paten suchen. Weitere mögliche Patenkinder, die zum Beispiel eine klimatisierte Vitrine benötigen, sind in der laufenden Ausstellung der Religionskundlichen Sammlung mit einem roten Punkt gekennzeichnet.

Veröffentlichung der Fotos in diesem Blog mit freundlicher Genehmigung von Dr. Katja Triplett.

Foto 1: Buddhistisches Rollbild mit Schutzgottheit - Vajrabhairava und Vetali
Foto 2: Buddhistisches Rollbild mit Schutzgöttin - Pänden Lhamo (Sridevi)

Weitere Informationen zur Patenschaft und zur Religionskundlichen Sammlung.

ReligioSplitter (4)

Religionswissenschaft und Ethnologie / Völkerkunde schauen zwar nicht auf eine deckungsgleiche gemeinsame Wissenschaftsgeschichte zurück, jedoch sind einige Klassiker der Religionswissenschaft auch Klassiker der Ethnologie. Eine zweite Schnittstelle ist in der Teildisziplin “Religionsethnologie” zu sehen.

Aus diesem Grund verweise ich auch hin und wieder auf Veranstaltungen der Ethnologie, wie z.B. auf die Jensen Gedächtnisvorlesung mit dem Oberthema “The End of Anthropology?“. Die Ringvorlesung am Frobenius-Institut an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main begann bereits am 14. April. Fortgesetzt wird sie am 19. Mai 2008 mit den folgenden Themen:

  • Mo., 19. Mai 2008, Signe Howell (Oslo): “Whatever Happened to the Spirit of Adventure?”
  • Mo., 26. Mai 2008, Maurice Godelier (Paris): “More Than Ever in a Global World, Anthropology is Worth the Trouble
  • Mo., 2. Juni 2008, Antonio Palmisano (Triest): “Anthropology Tomorrow: Between Protokollaufnahme and Dialogue. Or From Witten to Spoken Anthropology
  • Mo., 9. Juni 2008, John Comaroff (Chicago): “The End of Anthropology, Again: Toward a New Discipline
  • Mo., 16. Juni 2008, Vincent Crapanzano (New York): “Reserving the Ethnographic Edge
  • Mo., 23. Juni 2008, Patricia Spyer (Leiden): “What Ends With the End of Anthropology?”
  • Mo., 30. Juni 2008, Mark Münzel (Marburg): “Das Ende”

Weitere Informationen zur Jensen Gedächtnisvorlesung: The end of anthropology?

via Yggdrasil

Seit wenigen Tagen online verfügbar: die neue Ausgabe der religionswissenschaftlichen Fachzeitschrift Marburg Journal of Religion, Volume 13, No. 1 (May 2008)

Inhalt

Artikel

  • Karl-Fritz Daiber: China und der Konfuzianismus - Einige Aspekte ihrer Rezeptionsgeschichte in Deutschland aus Anlass der Ehrenpromotion von Helmut Schmidt durch die Philipps-Universität Marburg
  • Charles W. Nuckolls: Archaeology, Mormonism, and the Claims of History
  • Florence Pasche: Some methodological reflections about the study of religions on video sharing websites
  • Douglas Pratt, Norman Franke: Pluralität und Pluralismus: Zu Kontexten und Grundformen des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland
  • Monika Schrimpf: Nationale Selbstbehauptung in neuen religiösen Bewegungen in Japan - das Beispiel Kofuku no Kagaku
  • Alan Trevithick: The Theosophical Society and its Subaltern Acolytes (1880-1986)

Rezensionen

  • Henrik Bogdan: Western Esotericism and Rituals of Initiation (Christoph Johannes Wagenseil)
  • David L. Gosling: English Review: Science and the Indian Tradition. When Einstein met Tagore (Michael Pye), German Review: Science and the Indian Tradition. When Einstein met Tagore (Ulrich Duchrow)

Die ARDA (Association of Religion Data Archives) hat die folgenden drei Lernmodule veröffentlicht:

Die Lernmodule stehen unter den oben angegebenen Links jeweils als MS-Word und PDF zum Download zur Verfügung.

Update 3. Mai 2008

Die ARDA hat am 2. Mai 2008 zwei neue religionsstatische Forschungsergebnisse ins Netz gestellt:

ReligioSplitter (3)

  • Mehr Kirchgang = mehr Kinder? az-Web zur Studie von Caroline Berghammer: “Studie: Religiöse Orientierung führt zu mehr Kindern
  • Paris hat, wie angekündigt den Dalai Lama zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Die FDP möchte, dass der Dalai Lama auch Ehrenbürger von Hamburg wird.
  • Das Handelsblatt schreibt unter “Religion als Selbstbedienungsladen” über die Zusammenarbeit von Einkaufszentren und Megachurches. Versteht unter “Religion” aber eigentlich hier nur das Christentum.
  • Gesucht und gefunden: die christliche Super-Immobilie. Gesucht und gefunden von der Zeitschrift “Immobilienmananger”, berichtet vom Domradio. Demnach heißt die kirchliche Super-Immobilie Sankt Michael und befindet sich in München: Germany’s Top-Kirchen-Immobilie.
  • Die Presse.com berichtet über “Feindbildpflege am Beispiel Moscheenstreit” und das wiederum am Beispiel Österreich. Der Kommentarbereich beginnt sich auch bereits eindeutig zu füllen. Wie sagte doch der Biologe Luther Burbank: “Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.”
  • Dazu passend: Wolfram Weimer vom Cicero sinniert über “den Islam” und den Buchstaben “t” und unter anderem darüber, dass man angeblich in schweizerischen “Alpendörfern tatsächlich damit beginnt, Gipfelkreuze von den Bergen zu holen.” Nein. Herr Weimer. “Die Muslime” wollen immer noch nicht die Gipfelkreuze durch Halbmonde ersetzen. Die Meldung ist immer noch eine Wanderlegende und der Brief mit der Ankündigung immer noch eine Fälschung - und zwar schon seit September 2006.

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